Verbreitung
Der Fischotter besiedelt ganz Eurasien sowie Teile von Nordafrika von der Meereshöhe bis hinauf auf ca. 4000 m.ü.M. im Himalaya. In Europa kam der Fischotter bis ins 19. Jahrhundert überall vor. Doch im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahmen die Bestände, insbesondere in Zentraleuropa, dramatisch ab – es entstand ein beinahe fischotterfreier Gürtel quer durch Mitteleuropa. Grund dafür waren direkte Verfolgung, Lebensraumveränderungen und Pestizide.

Verbreitung des Eurasischen Fischotters.
Quelle: Weinberger & Baumgartner, 2018
In den letzten 20 Jahren haben sich einige Fischotterbestände erholt und breiten sich wieder aus. Das wirkt sich auch auf die Schweiz aus: Nachdem die Schweiz ab 1989 den Fischotter als ausgestorben deklarieren musste, kehrt der Fischotter seit 2009wieder auf eigenen Pfoten in die Schweiz zurück. Zuerst verlief die Wiederbesiedlung zögerlich, mit Einzeltieren, die mal hier, mal da auftauchten und wieder verschwanden. 2017 wurde der erste Fischotter im Engadin beobachtet, kurz darauf wurde dort der erste Fischotternachwuchs gemeldet. Die Wiederausbreitung verläuft seither zunehmend dynamisch. Derzeit ist der Fischotter in den Kantonen Bern, Graubünden und St. Gallen fest etabliert, mit aktuellen Nachweisen in den Kantonen Glarus, Luzern, Schwyz, Solothurn, Tessin und Zürich.