St. Galler Tagblatt
Der Fischotter breitet sich im Kanton St. Gallen weiter aus. Ende Dezember wurden Losungen erstmals in der Linthebene gefunden: Rasche Rückkehr des Fischotters
Der Fischotter breitet sich im Kanton St. Gallen weiter aus. Ende Dezember wurden Losungen erstmals in der Linthebene gefunden: Rasche Rückkehr des Fischotters
Seit 2021 kommt der Fischotter wieder im Kanton St. Gallen vor. Dabei beschränkte sich das Vorkommen auf das St. Galler Rheintal. Nun hat die Art die Linth erreicht, wie der Kanton St. Gallen in einer Medienmitteilung informiert. Der Nachweis gelang bereits im Dezember 2025 mit Hilfe eines speziell ausgebildeten Artenspürhundes, der Fischotterlosung am Ufer der Linth bei Benken und Umgebung fand. Zudem wurde in den letzten Monaten der erste Fischotternachwuchs im Kanton St. Gallen bestätigt, wie aus der Medienmitteilung des Kantons zu entnehmen ist.
Damit nimmt die Wiederbesiedlung des Fischotters in der Schweiz Fahrt auf. In den letzten Jahren hat sich der Otterbestand in Österreich weiter gegen Westen ausgebreitet. Das Tirol ist gut besiedelt und einige abwandernde Tiere etablierten ihr Territorium im Kt. Graubünden und St. Gallen, in Vorarlberg und Liechtenstein. Nun sind womöglich die besten Territorien im St. Galler Rheintal besetzt; abwandernde Tiere werden diese besetzten Territorien durchqueren und weiter wandern müssen auf der Suche nach einem eigenen Zuhause. Es ist daher zu erwarten, dass Fischotter auch bald in den Kantonen Glarus, Schwyz und Zürich auftauchen.
Link zu Medienmitteilung des Kantons St. Gallen
Link zu Sendung von TV online vom 23. Januar 2026
Der Kanton St. Gallen wird wieder zu Fischotterland. Dies zeigt sich leider auch an der Zunahme von überfahrenen Fischotter. Am 23. Oktober wurde auf der Autobahn A13 bei Sennwald ein überfahrener Fischotter gefunden. Es handelt sich um ein adultes Weibchen und um das zweite Tottier im St. Galler Rheintal innert weniger Monate auf der Strasse.
Am 29. September 2021 gelang der erste Nachweis eines Fischotters im Kanton St. Gallen nach seiner Ausrottung. In der Nähe von Haag konnte an einem Seitenlauf des Werdenberger Binnenkanals mittels einer Fotofalle, die für Bibernachweise gedacht war, ein Fischotter festgehalten werden. 50 Tage später, am 18. November 2021, tappte nur 15 Gewässerkilometer südlich von Haag ein weiterer Fischotter auf einem Biberdamm in eine Fotofalle, beim Mülbach in Azmoos. Nach 49 Jahren waren dies die ersten gesicherten Nachweise von Fischottern im Kanton St. Gallen. Der zuvor letzte gesicherte Nachweis aus dem Kanton St.Gallen stammte aus dem Jahr 1972 in Niederhelfenschwil.
Mittlerweile werden Fischotter vom Bodensee entlang des Alpenrheins und Umgebung bis zur Kantonsgrenze nach Graubünden nachgewiesen. Ein Nachweis einer erfolgreichen Aufzucht im Kanton St. Gallen fehlt jedoch bisher.
Medienmitteilung SG vom 31.10.2025: Fischotter breitet sich aus
49 Jahre war es still um den Fischotter im Kanton St. Gallen. Nun tappte am Werdenberger Binnenkanal in Haag ein Fischotter in eine Kamerafalle. Es ist der erste Nachweis eines Fischotters in St. Gallen seit 1972.
Der Fischotter scheint sich im Jahr 2021 im Rhein und den Nebengewässern heimisch zu fühlen: Im August wurde bereits ein Tier in Bonaduz gemeldet.
Artikel im St. Galler Tagblatt
Medienmitteilung des Kantons Graubünden vom 30. August 2021