Oktober 2025
Fischotter im St. Galler Rheintal überfahren
Der Kanton St. Gallen wird wieder zu Fischotterland. Dies zeigt sich leider auch an der Zunahme von überfahrenen Fischotter. Am 23. Oktober wurde auf der Autobahn A13 bei Sennwald ein überfahrener Fischotter gefunden. Es handelt sich um ein adultes Weibchen und um das zweite Tottier im St. Galler Rheintal innert weniger Monate auf der Strasse.
Am 29. September 2021 gelang der erste Nachweis eines Fischotters im Kanton St. Gallen nach seiner Ausrottung. In der Nähe von Haag konnte an einem Seitenlauf des Werdenberger Binnenkanals mittels einer Fotofalle, die für Bibernachweise gedacht war, ein Fischotter festgehalten werden. 50 Tage später, am 18. November 2021, tappte nur 15 Gewässerkilometer südlich von Haag ein weiterer Fischotter auf einem Biberdamm in eine Fotofalle, beim Mülbach in Azmoos. Nach 49 Jahren waren dies die ersten gesicherten Nachweise von Fischottern im Kanton St. Gallen. Der zuvor letzte gesicherte Nachweis aus dem Kanton St.Gallen stammte aus dem Jahr 1972 in Niederhelfenschwil.
Mittlerweile werden Fischotter vom Bodensee entlang des Alpenrheins und Umgebung bis zur Kantonsgrenze nach Graubünden nachgewiesen. Ein Nachweis einer erfolgreichen Aufzucht im Kanton St. Gallen fehlt jedoch bisher.
Medienmitteilung SG vom 31.10.2025: Fischotter breitet sich aus
Dezember 2023
Überfahrener Fischotter bei Domat/Ems & erneuter Nachwuchs im Engadin
Innerhalb kurzer Zeit sind zwei Fischotter in der Schweiz überfahren worden. Nachdem ein Tier Ende November bei La Punt im Engadin überfahren aufgefunden wurde, wurde in der Nacht 20./21. Dezember ein Fischotter bei Domat/Ems überfahren. Gemäss Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden handelt es sich um einen männlichen Otter mit einer Körperlänge von rund 120 cm (inkl. Schwanz) und einem Gewicht von knapp 9 kg. Der Wildunfall ereignete sich auf der Autobahn A13, rund 50 m vom Ufer des Rheins entfernt.
Gleichzeitig gibt es auch schöne Nachrichten aus dem Engadin. Am 10. Dezember stellte die kantonale Wildhut anhand eines Fotofallenbildes erneut eine erfolgreiche Fortpflanzung von Fischottern in der Umgebung von Bever fest. Es ist der vierte Nachweis von jungen Fischottern im Oberengadin.
Pro Lutra setzt sich für den sicheren Lebensraum des Fischotters ein und kartiert im Rahmen des Projekts «Untendurch» schweizweit Brücken. Machen auch Sie mit und erheben Sie die Fischotterfreundlichkeit von Brücken mittels der App Untendurch.
Mitteilung des Amts für Jagd und Fischerei Kt. Graubünden
Fischotter im Strassenverkehr
Spuren im Schnee. Foto: Irene Weinberger
Dezember 2023
Fischotter im Engadin überfahren
Im Oberengadin wurde am letzten Wochenende ein Fischotter überfahren. Das Männchen wurde beim Versuch, die Kantonsstrasse zwischen dem Inn und dem Kleingewässer Arvins zu überqueren, getötet. Der Strassen-verkehr gilt europaweit als eine der Haupttodesursachen für den Fischotter. Auch in der Schweiz wurden bisher drei Tiere in den letzten 10 Jahren überfahren – und das bei einem sehr kleinen Bestand.
Pro Lutra setzt sich daher für den sicheren Lebensraum des Fischotters ein und kartiert im Rahmen des Projekts «Untendurch» schweizweit Brücken. Machen auch Sie mit und erheben Sie die Fischotterfreundlichkeit von Brücken mittels der App Untendurch.
Mitteilung des Amts für Jagd und Fischerei Kt. Graubünden
Fischotter im Strassenverkehr
Fischotter werden häufig Verkehrsopfer. Bild Laurie Campbell
31. Mai 2023
Untendurch – sichere Brücken für den Fischotter
Zum Weltottertag am 31. Mai 2023 lanciert die Stiftung Pro Lutra die Web-App untendurch.prolutra.ch.
Das Gewässernetz der Schweiz ist über 65’000 Kilometer lang und das Verkehrsnetz ist fast ebenso dicht. Da gibt es unzählige Überschneidungen. Der Strassentod gilt für den Fischotter in Mitteleuropa als eine der Haupttodesursachen. Auch in der Schweiz wurden in den letzten Jahren bereits Tiere überfahren.
Für die Erhebung der Brücken sucht die Stiftung Pro Lutra daher die tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung. Mit der App lässt sich jede Brücke ohne Vorwissen auf ihre «Fischotterfreundlichkeit» kartieren. Die erhobenen Daten werden der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und helfen, kritische Situationen zu identifizieren und Massnahmen zu ergreifen.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.