April 2026

Der Fischotter ist zurück im Kanton Schwyz

Foto: Abteilung für Jagd & Fischerei des Kantons Schwyz

Foto: Abteilung für Jagd & Wildtiere des Kantons Schwyz

Der Fischotter ist nach mehr als 50 Jahren Abwesenheit wieder in den Kanton Schwyz zurückgekehrt. Wie der Kanton mitteilt, wurden durch gezielte Suchaktionen mit Artenspürhunde wurden Nachweise an der Linth, der Wägitaler Aa sowie der Chli Aa erbracht.

Bereits zu Beginn des Jahres wurde der Fischotter im Linthgebiet des Kantons St. Gallen nachgewiesen; von dort ist es ein kurzer Ottersprung bis in den Kanton Schwyz.

Die letzte offizielle Beobachtung eines Fischotters im Kanton Schwyz erfolgte im Jahr 1974 bei Biberegg in der Gemeinde Rothenthurm, danach verschwand die Art aus dem Kanton und 1989 gar ganz aus der Schweiz. Seit einigen Jahren breitet sich der Fischotter natürlicherweise in der Schweiz wieder aus, nun hat er Schwyz erreicht.

Link zu Medienmitteilung des Kantons Schwyz

März 2026

Fischotter in Horgen ZH überfahren

Am vorletzten Sonntag wurde auf der Autobahn bei Horgen ein Fischotter überfahren. Es ist der zweite Nachweis eines Fischotters im Kanton Zürich seit dem Verschwinden der Art gegen Ende des letzten Jahrhunderts. Der erste Fischotter im Kanton wurde 2024 am Greifensee beobachtet; seither fehlt von diesem Tier jedoch jede Spur.

Der Nachweis in Horgen reiht sich ein in die dynamische und natürliche Wiederausbreitung des Fischotters in der Schweiz. Der Fischotter breitet sich derzeit von Graubünden und St. Gallen gegen Westen aus; erst vor einigen Monaten wurde die Art im Linthgebiet nachgewiesen. Nun ist der Fischotter wieder im Kanton Zürich aufgetaucht.

Foto: Antonia Gros

Foto: Antonia Gros

Februar 2026

Erster Nachwuchs im Churer Rheintal

Im Churer Rheintal wurde der erste Fischotternachwuchs festgestellt. Die kantonale Wildhut konnte im Dezember anhand einer Wildtierkamera Bilder und ein Video von drei Fischottern dokumentieren. Die Aufnahmen lassen darauf schliessen, dass es sich um ein Weibchen mit zwei Jungtieren handelt.

Es ist das erste Mal, dass im Churer Rheintal Fischotternachwuchs nachgewiesen wird. Im Kanton Graubünden konnten insgesamt 8 Fischotterreproduktionen nachgewiesen werden, seit der erste Fischotter im Jahr 2009 im Kanton gesichtet wurde. Die meisten dieser Reproduktionen fanden im Engadin statt; vor gut einem Jahr konnte jedoch der erste Nachweis von Jungotter in der Surselva – und damit im Einzugsgebiet des Rheins – erbracht werden.

Dieser Nachwuchs reiht sich ein in die derzeit dynamische Entwicklung der Wiederausbreitung des Fischotters in der Schweiz, insbesondere in der östlichen Landeshälfte.

Link zur Mitteilung des Amts für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden

 

 

 

Februar 2026

Neuer Wind auf der Geschäftsstelle

Foto: David Hess

Still und heimlich wie ein Fischotter hat Pro Lutra neues Terrain erschlossen: Die Stiftung ist seit kurzem auf Instagramm und LinkedIn präsent.

Für diese anspruchsvolle Arbeit konnte Pro Lutra mit David Hess einen Profi gewinnen. David Hess studierte an der Universität Zürich Publizistik- und Wirtschaftswissenschaften, arbeitete mehrere Jahre in der digitalen Bildung und absolvierte an der Hochschule der Künste in Bern den Lehrgang CAS Dokumentarfilm. Später arbeitete David als Videoredaktor für die NZZ und verantwortet heute hauptberuflich beim Verein Surprise die Online-Kommunikation. Wir freuen uns sehr, mit David Hess in dieses neue Abenteuer aufzubrechen und heissen ihn herzlich willkommen.

LinkedIn:  https://www.linkedin.com/company/pro-lutra/ / @Stiftung Pro Lutra
Instagram:  https://www.instagram.com/stiftungprolutra/ / @stiftungprolutra

 

Januar 2026

Der Fischotter taucht erstmals im Kanton Glarus auf

Es war zu erwarten und doch ging es schnell: Im Kanton Glarus tappte am 15. Januar 2026 ein Fischotter in eine Kamerafalle. Es ist das erste offizielle Bildmaterial eines Fischotters überhaupt im Kanton Glarus.

Obwohl der Fischotter vor seinem Verschwinden aus der Schweiz im Jahr 1989 auch im Kanton Glarus vorgekommen sein wird, gibt es dazu keine Einträge im Nationalen Datenzentrum der Schweizer Fauna (Link zur Karte von infofauna.ch). Der Erstnachweis erfolgte im Dezember 2025 im Rahmen eines Auftrags des Kantons St. Gallen an Artenspürhunde Schweiz, nachdem Fische mit nicht eindeutig identifizierbaren Verletzungen am Linthkanal gefunden worden waren. Ein speziell ausgebildeter Artenspürhund fand innert kürzester Zeit Fischotterlosung am Ufer des Linthkanals bei Bilten und Umgebung.

Mit dieser Entwicklung wächst die Zahl der Kantone mit Fischotternachweisen. Aktuell sind Fischottervorkommen in den Kantonen Bern, Glarus, Graubünden, Solothurn, St. Gallen und Tessin bekannt.

Link zur Medienmitteilung des Kt. Glarus

Bildmaterial: Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus / Abteilung Jagd und Fischerei
Januar 2026

Der Fischotter breitet sich im Kanton St. Gallen aus

Seit 2021 kommt der Fischotter wieder im Kanton St. Gallen vor. Dabei beschränkte sich das Vorkommen auf das St. Galler Rheintal. Nun hat die Art die Linth erreicht, wie der Kanton St. Gallen in einer Medienmitteilung informiert. Der Nachweis gelang bereits im Dezember 2025 mit Hilfe eines speziell ausgebildeten Artenspürhundes, der Fischotterlosung am Ufer der Linth bei Benken und Umgebung fand. Zudem wurde in den letzten Monaten der erste Fischotternachwuchs im Kanton St. Gallen bestätigt, wie aus der Medienmitteilung des Kantons zu entnehmen ist.

Damit nimmt die Wiederbesiedlung des Fischotters in der Schweiz Fahrt auf. In den letzten Jahren hat sich der Otterbestand in Österreich weiter gegen Westen ausgebreitet. Das Tirol ist gut besiedelt und einige abwandernde Tiere etablierten ihr Territorium im Kt. Graubünden und St. Gallen, in Vorarlberg und Liechtenstein. Nun sind womöglich die besten Territorien im St. Galler Rheintal besetzt; abwandernde Tiere werden diese besetzten Territorien durchqueren und weiter wandern müssen auf der Suche nach einem eigenen Zuhause. Es ist daher zu erwarten, dass Fischotter auch bald in den Kantonen Glarus, Schwyz und Zürich auftauchen.

Link zu Medienmitteilung des Kantons St. Gallen

Link zu Sendung von TV online vom 23. Januar 2026

Januar 2026

Entdeckt! Der Fischotter betritt nach über 90 Jahren wieder den Kanton Solothurn

Letzten Sonntag ist am Ufer der Aare auf dem Gemeindegebiet von Selzach die Präsenz eines Fischotters nachgewiesen worden, wie der Kanton Solothurn in einer Medienmitteilung bekanntgibt. Es ist eine kleine Sensation, denn der letzte Nachweis eines Fischotters im Kanton Solothurn datiert von 1935.

Foto: Stefan Hunziker

Die Beobachtung erfolgte im Rahmen des Projekts «Otterspotter» von Pro Lutra und den WWF Sektionen Bern und Solothurn. Ein Otterspotter registrierte nun an diesem Sonntag am Ufer der Aare in der Gemeinde Selzach eine eindeutige Fischotterspur im Schnee. Dieser Fund ist eine grosse Freude und ein Glücksfall. Die Konditionen für so schöne Trittsiegel im Schnee sind im Mittelland selten geworden.

Von wo dieses Tier stammt, ist unklar. Im Kanton Bern lebt eine Kleinstpopulation von Fischottern an der Aare zwischen Thun und Bern. Seit 2015 wurde wiederholt Nachwuchs nachgewiesen. Um die daher zu erwartenden Abwanderungen und die Neubesiedlung von Gebieten zu dokumentieren, wurde im Jahr 2017 das Monitoring-Projekt «Otterspotter» initiiert. Die Wiederausbreitung des Fischotters nimmt vor allem im Osten des Landes seit kurzem Fahrt auf, insbesondere im St. Galler Rheintal. Fischotter können über 140 km abwandern auf der Suche nach einem eigenen Territorium.

Link zur Medienmitteilung des Kantons Solothurn

Link zum Beitrag des SRF Regionaljournals AG SO vom 16.1.2026

 

 

 

 

Januar 2026

Fischotter im Tessin nachgewiesen

Im Oktober 2025 wurde im Tessin ein Fischotter nachgewiesen. Es ist der erste Nachweis im Kanton seit 9 Jahren. Entdeckt wurde der Fischotter dank einer Fotofalle auf Gemeindegebiet Quinto. Seine Anwesenheit konnte kurz darauf später aufgrund von Losungen in der Region bestätigt werden.

1989 starb der Fischotter schweizweit aus. Im Tessin geschah das etwas früher: Im Jahr 1967 wurde der letzte Fischotter im Kanton beobachtet. Danach war es still in den Tessiner Bächen.

Foto: Leo Strauss

Die aktuelle Beobachtung ist die dritte im Kanton Tessin seit der Rückkehr des Fischotters in die Schweiz, die ab 2009 einsetzte. Alle Nachweise stammen aus der oberen Leventina. 2013 wurde in der Gemeinde Quinto ein Fischotter überfahren und 2016/2017 konnte ein Nachweis von Fischotter im Rahmen der nationalen Fischotterkartierung erbracht werden. Kurz darauf aber verschwand die Art wieder. Nun ist der Fischotter wieder zurück im Tessin.

Meldung des Amts für Jagd und Fischerei des Kantons Tessin: https://www4.ti.ch/dt/da/ucp/ufficio

 

Dezember 2025

Preis «Wertvolle Naturschutzarbeit 2025″ der ZGZH

Die Stiftung Pro Lutra wurde für ihre Arbeit ausgezeichnet! Die Zoologische Gesellschaft Zürich verlieh den Preis «Wertvolle Naturschutzarbeit» des Jahres 2025 an Pro Lutra. Wir freuen uns sehr über diese schöne Anerkennung.

Der Anlass fand am 11. Dezember 2025 um 18 Uhr im vollen Kinosaal des Naturhistorischen Museums Zürich statt. Wir danken der Zoologischen Gesellschaft Zürich für die Auszeichnung, die uns sehr motiviert.

 

Dezember 2025

Neues Mitglied im Stiftungsrat

Die Stiftung Pro Lutra ist um ein Mitglied reicher: Daniela Mühlenberg ist Professorin für NPO-Rechnungslegung und beschäftigt sich in ihrem Forschungsfeld unter anderem mit der Rechnungslegung, Revision und Finanzierungsmodellen von Nonprofit-Organisationen. Mit ihrem fachlichen Hintergrund in Forschung und Praxis wird Daniela Mühlenberg grundlegend zu der Weiterentwicklung und Professionalisierung von Pro Lutra beitragen.

Wir freuen uns sehr über die Bereicherung im Stiftungsrat und heissen Daniela Mühlenberg ganz herzlich bei Pro Lutra willkommen.

 

November 2025

Der Fischotter in Liechtenstein

Der Fischotter ist im Fürstentum Liechtenstein seit einigen Jahren wieder heimisch. Ein Artikel der Zeitung «Liechtensteiner Vaterland» fasst die aktuelle Situation in Liechtenstein zusammen: Liechtensteiner Vaterland 2025_11_08

Oktober 2025

Fischotter im St. Galler Rheintal überfahren

Der Kanton St. Gallen wird wieder zu Fischotterland. Dies zeigt sich leider auch an der Zunahme von überfahrenen Fischotter. Am 23. Oktober wurde auf der Autobahn A13 bei Sennwald ein überfahrener Fischotter gefunden. Es handelt sich um ein adultes Weibchen und um das zweite Tottier im St. Galler Rheintal innert weniger Monate auf der Strasse.

Am 29. September 2021 gelang der erste Nachweis eines Fischotters im Kanton St. Gallen nach seiner Ausrottung. In der Nähe von Haag konnte an einem Seitenlauf des Werdenberger Binnenkanals mittels einer Fotofalle, die für Bibernachweise gedacht war, ein Fischotter festgehalten werden. 50 Tage später, am 18. November 2021, tappte nur 15 Gewässerkilometer südlich von Haag ein weiterer Fischotter auf einem Biberdamm in eine Fotofalle, beim Mülbach in Azmoos. Nach 49 Jahren waren dies die ersten gesicherten Nachweise von Fischottern im Kanton St. Gallen. Der zuvor letzte gesicherte Nachweis aus dem Kanton St.Gallen stammte aus dem Jahr 1972 in Niederhelfenschwil.

Mittlerweile werden Fischotter vom Bodensee entlang des Alpenrheins und Umgebung bis zur Kantonsgrenze nach Graubünden nachgewiesen. Ein Nachweis einer erfolgreichen Aufzucht im Kanton St. Gallen fehlt jedoch bisher.

Medienmitteilung SG vom 31.10.2025: Fischotter breitet sich aus

September 2025

Fischotter-Nachweis in der Bündner Herrschaft

Fischotterbeobachtungen tagsüber sind rar. Einerseits sind Fischotter weitgehend nachtaktiv, andererseits ist die Zahl der Fischotter in der Schweiz klein. Ende Juli ist es einer Privatperson gelungen, eine Aufnahme eines jagenden Fischotters in der Bündner Herrschaft am Rhein zu machen. Die Aufnahme erhielt das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden und stellte es online. Wir freuen uns sehr darüber und gratulieren zu dieser seltenen Beobachtung.

September 2025

Fischotternachwuchs im Engadin

Das Engadin bleibt der Fischotter-Hotspot der Schweiz! Ende August tappte eine Otterfähe mit Jungtier in eine Fotofalle der kantonalen Wildhut in der Umgebung von La Punt Chamues-ch im Engadin. Es ist der sechste Nachweis einer erfolgreichen Fortpflanzung im Oberengadin und der siebte für den ganzen Kanton.

Die Wildhut geht von mindestens einem bis zwei Jungtieren aus. Der Nachwuchs war zum Zeitpunkt der Entdeckung bereits mehrere Wochen alt. Junge Fischotter verbringen ihre ersten paar Wochen in der sicheren Wurfhöhle. Erst im Alter von gut zwei Monaten verlassen sie die Wurfhöhle zum ersten Mal, um ihre Mutter zu begleiten.

 

Foto: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Mai 2025

Jahresbericht 2024

Es ist Zeit für den Jahresbericht 2024! Wir freuen uns, Ihnen von unseren Tätigkeiten im letzten Jahr zu berichten. Unsere Arbeit ist nur dank zahlreichen Spenderinnen und Spendern sowie der Unterstützung von Stiftungen und Institutionen möglich. Dafür danken wir herzlich.

Jahresbericht 2024 der Stiftung Pro Lutra

Mai 2025

Wechsel im Präsidium

Seit 2023 wurde der Stiftungsrat von Pro Lutra von Valentine Vogel und Richard Lehner in einem Co-Präsidium geführt. Nach zwei kreativen und vorwärtsgewandten Jahren tritt Richard Lehner aus dem Co-Präsidium zurück. Wir freuen uns, dass er weiterhin Mitglied des Stiftungsrats bleibt und mit seiner Expertise Pro Lutra unterstützt. Valentine Vogel ist neu Präsidentin der Stiftung Pro Lutra.

Mai 2025

Veränderung im Stiftungsrat

Der Stiftungsrat von Pro Lutra verändert sich. Dr. Ueli Rehsteiner ist nach 14 Jahren als Stiftungsrat zurückgetreten. Ueli Rehsteiner hat Pro Lutra seit dem Jahr 2011 begleitet und mitgeformt. Sein grosses Wissen, seine Fähigkeit komplexe Zusammenhänge rasch zu verstehen und seinen kritischen Blick werden wir vermissen.

Wir danken Ueli Rehsteiner ganz herzlich für seinen langjährigen Einsatz für Pro Lutra und den Fischottern. Wir freuen uns sehr, dass er Pro Lutra durch seinen Eintritt in das Patronatskomitee verbunden bleibt.

März 2025

Erster Nachwuchs von Fischottern in der Surselva

Seit 2021 ist der Fischotter wieder im Vorderrhein unterwegs. Ein ganzes Jahrhundert war er aus der Surselva verschwunden. Der letzte Nachweis stammt aus dem Jahr 1970. Am 25. Februar 2025 konnte nun der erste Nachweis von Jungtieren gemacht werden. Die Wildkamera der kantonalen Wildhut erfasste einen Fischotter mit zwei Jungtieren. Es ist die sechste gesicherte Reproduktion in Graubünden und die erste entlang des Rheins in der Schweiz seit seiner Rückkehr überhaupt. Die ersten fünf Reproduktionen des Fischotters im Kanton Graubünden wurden allesamt im Oberengadin nachgewiesen.

Link zur Medienmitteilung des Kantons Graubünden

 

Oktober 2024

Otterspotter 2023/24

Seit 2017 führt Pro Lutra zusammen mit den WWF Sektionen Bern und Solothurn eine zweijährliche Kartierung mithilfe von Freiwilligen – den Otterspottern – durch. Im Winter 2023/24 fand nun die vierte Kartierung des Fischotters in den Kantonen Bern und Solothurn statt. In 112 Quadraten suchten 50 Otterspotter nach Fischotterspuren. In sieben dieser Quadrate wurden sie fündig. Bei einem Quadrat handelt es sich um einen neuen Nachweis in einer bisher vom Fischotter nicht besiedelten Gebiet: Es ist der erste verifizierte Nachweis eines Fischotters an der Emme.

Die Anzahl der besetzten Quadrate ist in den letzten drei Kartierungen mit sieben Quadraten gleichgeblieben. Das Vorkommen hat sich – mit Ausnahme vom Emmental – nur wenig verändert. Trotzdem deuten statistische Analysen auf einen deutlichen Rückgang hin, mit einem geschätzten Arealverlust von fast der Hälfte seit dem Start von “Otterspotter”.

Neben der Fischotterkartierung wurden auch diesmal Brücken auf ihre Otterfreundlichkeit evaluiert. Diesmal jedoch konnten die Brücken direkt in die App «Untendurch» der Stiftung Pro Lutra eingetragen werden. Das wurde gut genutzt. Mit dieser Arbeit tragen die Otterspotter ebenfalls wesentlich zu einem sicheren und durchlässigen Lebensraum für den Fischotter, aber auch für andere Tierarten bei.

Den Bericht und Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Untersuchte Quadrate 2023/24. Mit Fischotternachweis (grün) und ohne (rot)

Oktober 2024

Junger Fischotter im Engadin überfahren

Am 18. Oktober wurde in der Nähe von Bever ein überfahrener Fischotter gefunden. Wie das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden meldet, war das junge Männchen nicht ganz 4 Kilogramm schwer und 85 cm lang. Es ist der dritte Fischotter innerhalb eines Jahres, der im Kanton Graubünden überfahren wurde, bisher alles Männchen. Im Gegensatz zu den anderen zwei Männchen handelt es sich diesmal um ein junges Tier. Damit wurde die fünfte Reproduktion von Fischotter im Oberengadin bestätigt.

In einer Welt, in der sich Strassen- und Gewässernetz stark überschneiden, ist die Gefahr für Fischotter überfahren zu werden, gross. Pro Lutra setzt sich daher für einen sicheren Lebensraum ein und lancierte 2023 das Projekt «Untendurch«.

Fischotterweibchen mit Jungtier. Foto: Laurie Campbell

August 2024

Aktuelle Studie zu Mikroplastik und Fischotter

Plastik ist heutzutage fast überall. Ist auch der Fischotter betroffen? Die Stiftung Pro Lutra wollte das genauer wissen und führte in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU University) und der EAWAG eine Pilotstudie durch, um die Belastung von Fischottern mit Mikroplastik zu untersuchen. An fünf Standorten zwischen Quelle und Mündung des Inns in die Donau wurde nach Fischotterlosung gesucht, die in der Folge auf Mikroplastik untersucht wurde. Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel mit einer Grösse von 0.001 bis fünf Millimeter. In allen Losungen und somit auch an allen Standorten wurde Mikroplastik gefunden. 50 % der unter dem Mikroskop entdeckten Partikel stammte vom Reifen- und Strassenabrieb, gefolgt von Mikrofasern von synthetischen Textilien.

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