Dezember 2025

Preis «Wertvolle Naturschutzarbeit 2025″ der ZGZH

Die Stiftung Pro Lutra wurde für ihre Arbeit ausgezeichnet! Die Zoologische Gesellschaft Zürich verlieh den Preis «Wertvolle Naturschutzarbeit» des Jahres 2025 an Pro Lutra. Wir freuen uns sehr über diese schöne Anerkennung.

Der Anlass fand am 11. Dezember 2025 um 18 Uhr im vollen Kinosaal des Naturhistorischen Museums Zürich statt. Wir danken der Zoologischen Gesellschaft Zürich für die Auszeichnung, die uns sehr motiviert.

 

Dezember 2025

Neues Mitglied im Stiftungsrat

Die Stiftung Pro Lutra ist um ein Mitglied reicher: Daniela Mühlenberg ist Professorin für NPO-Rechnungslegung und beschäftigt sich in ihrem Forschungsfeld unter anderem mit der Rechnungslegung, Revision und Finanzierungsmodellen von Nonprofit-Organisationen. Mit ihrem fachlichen Hintergrund in Forschung und Praxis wird Daniela Mühlenberg grundlegend zu der Weiterentwicklung und Professionalisierung von Pro Lutra beitragen.

Wir freuen uns sehr über die Bereicherung im Stiftungsrat und heissen Daniela Mühlenberg ganz herzlich bei Pro Lutra willkommen.

 

Oktober 2025

Fischotter im St. Galler Rheintal überfahren

Der Kanton St. Gallen wird wieder zu Fischotterland. Dies zeigt sich leider auch an der Zunahme von überfahrenen Fischotter. Am 23. Oktober wurde auf der Autobahn A13 bei Sennwald ein überfahrener Fischotter gefunden. Es handelt sich um ein adultes Weibchen und um das zweite Tottier im St. Galler Rheintal innert weniger Monate auf der Strasse.

Am 29. September 2021 gelang der erste Nachweis eines Fischotters im Kanton St. Gallen nach seiner Ausrottung. In der Nähe von Haag konnte an einem Seitenlauf des Werdenberger Binnenkanals mittels einer Fotofalle, die für Bibernachweise gedacht war, ein Fischotter festgehalten werden. 50 Tage später, am 18. November 2021, tappte nur 15 Gewässerkilometer südlich von Haag ein weiterer Fischotter auf einem Biberdamm in eine Fotofalle, beim Mülbach in Azmoos. Nach 49 Jahren waren dies die ersten gesicherten Nachweise von Fischottern im Kanton St. Gallen. Der zuvor letzte gesicherte Nachweis aus dem Kanton St.Gallen stammte aus dem Jahr 1972 in Niederhelfenschwil.

Mittlerweile werden Fischotter vom Bodensee entlang des Alpenrheins und Umgebung bis zur Kantonsgrenze nach Graubünden nachgewiesen. Ein Nachweis einer erfolgreichen Aufzucht im Kanton St. Gallen fehlt jedoch bisher.

Medienmitteilung SG vom 31.10.2025: Fischotter breitet sich aus

September 2025

Fischotter-Nachweis in der Bündner Herrschaft

Fischotterbeobachtungen tagsüber sind rar. Einerseits sind Fischotter weitgehend nachtaktiv, andererseits ist die Zahl der Fischotter in der Schweiz klein. Ende Juli ist es einer Privatperson gelungen, eine Aufnahme eines jagenden Fischotters in der Bündner Herrschaft am Rhein zu machen. Die Aufnahme erhielt das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden und stellte es online. Wir freuen uns sehr darüber und gratulieren zu dieser seltenen Beobachtung.

September 2025

Fischotternachwuchs im Engadin

Das Engadin bleibt der Fischotter-Hotspot der Schweiz! Ende August tappte eine Otterfähe mit Jungtier in eine Fotofalle der kantonalen Wildhut in der Umgebung von La Punt Chamues-ch im Engadin. Es ist der sechste Nachweis einer erfolgreichen Fortpflanzung im Oberengadin und der siebte für den ganzen Kanton.

Die Wildhut geht von mindestens einem bis zwei Jungtieren aus. Der Nachwuchs war zum Zeitpunkt der Entdeckung bereits mehrere Wochen alt. Junge Fischotter verbringen ihre ersten paar Wochen in der sicheren Wurfhöhle. Erst im Alter von gut zwei Monaten verlassen sie die Wurfhöhle zum ersten Mal, um ihre Mutter zu begleiten.

 

Foto: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Mai 2025

Jahresbericht 2024

Es ist Zeit für den Jahresbericht 2024! Wir freuen uns, Ihnen von unseren Tätigkeiten im letzten Jahr zu berichten. Unsere Arbeit ist nur dank zahlreichen Spenderinnen und Spendern sowie der Unterstützung von Stiftungen und Institutionen möglich. Dafür danken wir herzlich.

Jahresbericht 2024 der Stiftung Pro Lutra

Mai 2025

Wechsel im Präsidium

Seit 2023 wurde der Stiftungsrat von Pro Lutra von Valentine Vogel und Richard Lehner in einem Co-Präsidium geführt. Nach zwei kreativen und vorwärtsgewandten Jahren tritt Richard Lehner aus dem Co-Präsidium zurück. Wir freuen uns, dass er weiterhin Mitglied des Stiftungsrats bleibt und mit seiner Expertise Pro Lutra unterstützt. Valentine Vogel ist neu Präsidentin der Stiftung Pro Lutra.

Mai 2025

Veränderung im Stiftungsrat

Der Stiftungsrat von Pro Lutra verändert sich. Dr. Ueli Rehsteiner ist nach 14 Jahren als Stiftungsrat zurückgetreten. Ueli Rehsteiner hat Pro Lutra seit dem Jahr 2011 begleitet und mitgeformt. Sein grosses Wissen, seine Fähigkeit komplexe Zusammenhänge rasch zu verstehen und seinen kritischen Blick werden wir vermissen.

Wir danken Ueli Rehsteiner ganz herzlich für seinen langjährigen Einsatz für Pro Lutra und den Fischottern. Wir freuen uns sehr, dass er Pro Lutra durch seinen Eintritt in das Patronatskomitee verbunden bleibt.

März 2025

Erster Nachwuchs von Fischottern in der Surselva

Seit 2021 ist der Fischotter wieder im Vorderrhein unterwegs. Ein ganzes Jahrhundert war er aus der Surselva verschwunden. Der letzte Nachweis stammt aus dem Jahr 1970. Am 25. Februar 2025 konnte nun der erste Nachweis von Jungtieren gemacht werden. Die Wildkamera der kantonalen Wildhut erfasste einen Fischotter mit zwei Jungtieren. Es ist die sechste gesicherte Reproduktion in Graubünden und die erste entlang des Rheins in der Schweiz seit seiner Rückkehr überhaupt. Die ersten fünf Reproduktionen des Fischotters im Kanton Graubünden wurden allesamt im Oberengadin nachgewiesen.

Link zur Medienmitteilung des Kantons Graubünden

 

Oktober 2024

Otterspotter 2023/24

Seit 2017 führt Pro Lutra zusammen mit den WWF Sektionen Bern und Solothurn eine zweijährliche Kartierung mithilfe von Freiwilligen – den Otterspottern – durch. Im Winter 2023/24 fand nun die vierte Kartierung des Fischotters in den Kantonen Bern und Solothurn statt. In 112 Quadraten suchten 50 Otterspotter nach Fischotterspuren. In sieben dieser Quadrate wurden sie fündig. Bei einem Quadrat handelt es sich um einen neuen Nachweis in einer bisher vom Fischotter nicht besiedelten Gebiet: Es ist der erste verifizierte Nachweis eines Fischotters an der Emme.

Die Anzahl der besetzten Quadrate ist in den letzten drei Kartierungen mit sieben Quadraten gleichgeblieben. Das Vorkommen hat sich – mit Ausnahme vom Emmental – nur wenig verändert. Trotzdem deuten statistische Analysen auf einen deutlichen Rückgang hin, mit einem geschätzten Arealverlust von fast der Hälfte seit dem Start von “Otterspotter”.

Neben der Fischotterkartierung wurden auch diesmal Brücken auf ihre Otterfreundlichkeit evaluiert. Diesmal jedoch konnten die Brücken direkt in die App «Untendurch» der Stiftung Pro Lutra eingetragen werden. Das wurde gut genutzt. Mit dieser Arbeit tragen die Otterspotter ebenfalls wesentlich zu einem sicheren und durchlässigen Lebensraum für den Fischotter, aber auch für andere Tierarten bei.

Den Bericht und Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Untersuchte Quadrate 2023/24. Mit Fischotternachweis (grün) und ohne (rot)

Oktober 2024

Junger Fischotter im Engadin überfahren

Am 18. Oktober wurde in der Nähe von Bever ein überfahrener Fischotter gefunden. Wie das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden meldet, war das junge Männchen nicht ganz 4 Kilogramm schwer und 85 cm lang. Es ist der dritte Fischotter innerhalb eines Jahres, der im Kanton Graubünden überfahren wurde, bisher alles Männchen. Im Gegensatz zu den anderen zwei Männchen handelt es sich diesmal um ein junges Tier. Damit wurde die fünfte Reproduktion von Fischotter im Oberengadin bestätigt.

In einer Welt, in der sich Strassen- und Gewässernetz stark überschneiden, ist die Gefahr für Fischotter überfahren zu werden, gross. Pro Lutra setzt sich daher für einen sicheren Lebensraum ein und lancierte 2023 das Projekt «Untendurch«.

Fischotterweibchen mit Jungtier. Foto: Laurie Campbell

August 2024

Aktuelle Studie zu Mikroplastik und Fischotter

Plastik ist heutzutage fast überall. Ist auch der Fischotter betroffen? Die Stiftung Pro Lutra wollte das genauer wissen und führte in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU University) und der EAWAG eine Pilotstudie durch, um die Belastung von Fischottern mit Mikroplastik zu untersuchen. An fünf Standorten zwischen Quelle und Mündung des Inns in die Donau wurde nach Fischotterlosung gesucht, die in der Folge auf Mikroplastik untersucht wurde. Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel mit einer Grösse von 0.001 bis fünf Millimeter. In allen Losungen und somit auch an allen Standorten wurde Mikroplastik gefunden. 50 % der unter dem Mikroskop entdeckten Partikel stammte vom Reifen- und Strassenabrieb, gefolgt von Mikrofasern von synthetischen Textilien.

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